Fabrikation mittels digitaler Werkzeuge

Ein digitales Modell liefert alle zur Produktion des Entwurfs benötigten Daten, eine Mengenermittlung sowie Stücklisten und digitale Produktionsdateien werden generiert. Eine Nummerierung der Bauteile erfolgt parametrisch, und eine individualisierte Aufbauanleitung für die Montage wird erstellt. Die Verfügbarkeit aller Daten erhöht die Planungssicherheit und Kostenkontrolle.
Eine digitale Prozesskette ermöglicht einen hocheffizienten Bauprozess. Programme wie >Flux I/O< ermöglichen den nahtlosen Datenaustausch aller am Produktionsprozess Beteiligten und Materialbestellungen können automatisiert erfolgen. Der Produzent bekommt alle zur Produktion benötigten Daten zur Verfügung gestellt. Eine Schnittstelle zu CAM Systemen ermöglicht eine automatisierte Fertigung der Einzelteile mittels CNC – Maschinen. Digitale Standards garantieren eine weltweite Austauschbarkeit der Daten. Die Fertigungsparameter wurden in der Entwurfsphase in 1:1 getestet, und können an die Fertigungsmöglichkeiten angepasst werden.

Ein individualisierter Phänotyp bedingt individualisierte Komponenten. Dies stellt besondere Ansprüche an die Produktionsmethoden der Bauteile. Eine effiziente Produktion mittels individueller Serienfertigung zeichnet sich durch möglichst wenige Produktionsschritte aus. CNC – Bearbeitungszentren (CNC-BAZ) bieten die Möglichkeit, Werkstoffe zu sägen, zu fräsen und zu bohren, und sind somit optimal für die Bearbeitung von Holzplattenwerkstoffen mittels digitaler Fertigungsmethoden geeignet. Sie bilden die Grundlage für eine >mass customization< in der Fertigung, die Stückzahl der zu produzierende Bauteile ist unerheblich, eine Fertigung kann bei effizienter Programmierung ab Losgröße 1 rentabel erfolgen.
Die Verbindung zwischen Planung und Fertigung bilden die >CAM< Systeme. Sie greifen auf die von CAD-Systemen bereitgestellten Geometriedaten zu und übersetzt diese in Produktionsdaten, der Datensatz wird multifunktional.

Die Software berechnet anhand zuvor festgelegter Parameter die von der Maschine benötigten Daten. Diese sind abhängig von Material und Werkzeug. Sie generiert Werkzeugwege, Vorschubgeschwindigkeiten, Spindeldrehzahl und Korrektur der Achsen und liefert alle für die digitale Produktion benötigten Informationen und übersetzt diese im >post-processing< in den für Maschinen zu verarbeitenden >G-Code<. Die Fertigung der Teile läuft dann automatisiert ab. Dieses Verfahren ermöglichte den einfachen Zuschnitt komplexer Geometrien sowie eine rationalisierte Produktion von Verbindungen und Bohrungen.

 

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